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ext2-, ext3- und ext4-Dateisysteme auf Fehler überprüfen


Das Kommandozeilentool e2fsck wird zur Überprüfung von ext2-, ext3- und ext4-Dateisystemen verwendet. Zur Überprüfung eines Dateisystems muss dieses ausgehängt werden.

[root@centos5 ~]# umount /data

Das zu prüfende Dateisystem wird wie im folgenden Beispiel als Argument an e2fsck übergeben.

[root@centos5 ~]# e2fsck /dev/sda3
e2fsck 1.39 (29-May-2006)
/data: clean, 11/36208640 files, 1181913/36188420 blocks

Wenn Sie e2fsck ohne zusätzliche Parameter aufrufen und das Dateisystem als fehlerfrei (clean) markiert ist, wird keine Überprüfung durchgeführt. Falls Sie den Dateisystemstatus überprüfen wollen rufen Sie tune2fs wie folgt auf.

[root@centos5 ~]# tune2fs -l /dev/sda3 | grep state
Filesystem state:         clean

Damit e2fsck auch ein als clean markiertes Dateisystem prüft geben Sie die Option -f an. Durch die Option -y werden eventuell auftretende Abfragen mit yes beantwortet.

[root@centos5 ~]# e2fsck -f -y /dev/sda3
e2fsck 1.39 (29-May-2006)
Pass 1: Checking inodes, blocks, and sizes
Pass 2: Checking directory structure
Pass 3: Checking directory connectivity
Pass 4: Checking reference counts
Pass 5: Checking group summary information
/data: 11/36208640 files (9.1% non-contiguous), 1181913/36188420 blocks

Nachdem die Überprüfung abgeschlossen wurde können Sie das Dateisystem wieder einhängen.

[root@centos5 ~]# mount /dev/sda3 /data

Diese Vorgehensweise funktioniert bei Dateisystemen welche man aushängen kann und bei der Verwendung einer Linux Live-CD zur Überprüfung von Dateisystemen ohne Probleme. Will man allerdings das Root-Dateisystem eines Linux-Systems überprüfen ohne eine Live-CD zu verwenden, muss man das Linux-System zuerst in den Single-User-Mode bringen.

[root@centos5 ~]# init 1

Im Single-User-Mode wird nun das Root-Dateisystem als read-only gemountet.

sh-3.2# mount -o ro,remount /dev/sda1

Anschließend können Sie das Root-Dateisystem mit e2fsck auf Fehler überprüfen.

sh-3.2# e2fsck -f /dev/sda1
e2fsck 1.39 (29-May-2006)
Pass 1: Checking inodes, blocks, and sizes
Pass 2: Checking directory structure
Pass 3: Checking directory connectivity
Pass 4: Checking reference counts
Pass 5: Checking group summary information
/: 37593/2621440 files (1.0% non-contiguous), 387144/2620595 blocks

Nach der Überprüfung müssen Sie das Root-Dateisystem wieder im read/write Modus einhängen.

sh-3.2# mount -o remount /dev/sda1

Wenn das Dateisystem wieder im read/write Modus eingehängt wurde, können Sie wieder in der Runlevel 3 beziehungsweise 5 zurückwechseln.

sh-3.2# init 3


Dieser Eintrag wurde am 23.05.2010 erstellt und zuletzt am 05.01.2013 bearbeitet.

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