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Booten vom Netzwerk: Ubuntu 16.04.2 via PXE starten


In der folgenden Anleitung wird ein bestehender PXELINUX PXE-Server um zwei Einträge für die Ubuntu 16.04.2 Live-Systeme erweitert. Sollten Sie noch keinen PXE-Server eingerichtet haben, lesen Sie bitte die Anleitung CentOS 6: PXE-Server mit graphischem Bootmenü. Des Weiteren wird ein funktionstüchtiger NFS-Server vorausgesetzt, welcher den Inhalt der Live-CD's zur Verfügung stellt. Die Konfiguration eines NFS-Servers wird in der Anleitung CentOS 6: NFSv4 Server einrichten beschrieben.

Zuerst laden Sie sich die benötigten Live-CD's herunter.

[root@centos6 ~]# wget -c http://ftp5.gwdg.de/pub/linux/debian/ubuntu/iso/16.04.2/ubuntu-16.04.2-desktop-i386.iso http://ftp5.gwdg.de/pub/linux/debian/ubuntu/iso/16.04.2/ubuntu-16.04.2-desktop-amd64.iso

Anschließend mounten Sie das erste ISO-Image (hier ubuntu-16.04.2-desktop-i386.iso) in das Verzeichnis /mnt.

[root@centos6 ~]# mount -o loop ubuntu-16.04.2-desktop-i386.iso /mnt

Erstellen Sie jetzt ein Verzeichnis in welches Sie den Inhalt des ISO-Images kopieren und später per NFS freigeben.

[root@centos6 ~]# mkdir -p /data/nfs/ubuntu16.04.2_live_i386
[root@centos6 ~]# cp -a /mnt/. /data/nfs/ubuntu16.04.2_live_i386

Nachdem Sie alle Dateien kopiert haben, hängen Sie das erste ISO-Image wieder aus.

[root@centos6 ~]# umount /mnt

Wiederholen Sie diese Schritte für die 64bit Live-CD (ubuntu-16.04.2-desktop-amd64.iso).

[root@centos6 ~]# mount -o loop ubuntu-16.04.2-desktop-amd64.iso /mnt
[root@centos6 ~]# mkdir -p /data/nfs/ubuntu16.04.2_live_amd64
[root@centos6 ~]# cp -a /mnt/. /data/nfs/ubuntu16.04.2_live_amd64
[root@centos6 ~]# umount /mnt

Jetzt geben Sie die beiden Verzeichnisse mittels NFS frei. Dazu bearbeiten Sie die Konfigurationsdatei /etc/exports.

[root@centos6 ~]# vi /etc/exports

Fügen Sie am Ende der Datei die beiden folgenden Zeilen ein. Wenn nötig ändern Sie die Subnetzadresse für welches diese Freigaben verfügbar sein sollen.

/data/nfs/ubuntu16.04.2_live_i386        192.168.10.0/24(ro)
/data/nfs/ubuntu16.04.2_live_amd64       192.168.10.0/24(ro)

Nachdem Sie die Konfigurationsdatei bearbeitet haben, laden Sie die neue Konfiguration.

[root@centos6 ~]# service nfs reload

Erstellen Sie jetzt eine Verzeichnisstruktur für die PXE-Bootdateien und kopieren diese aus den NFS-Verzeichnissen hinein.

[root@centos6 ~]# mkdir -p /tftpboot/ubuntu16.04.2_live/i386 /tftpboot/ubuntu16.04.2_live/amd64
[root@centos6 ~]# cp /data/nfs/ubuntu16.04.2_live_i386/casper/initrd.lz /data/nfs/ubuntu16.04.2_live_i386/casper/vmlinuz /tftpboot/ubuntu16.04.2_live/i386/
[root@centos6 ~]# cp /data/nfs/ubuntu16.04.2_live_amd64/casper/initrd.lz /data/nfs/ubuntu16.04.2_live_amd64/casper/vmlinuz.efi /tftpboot/ubuntu16.04.2_live/amd64/

Öffnen Sie jetzt die Datei /tftpboot/pxelinux.cfg/default mit einem Editor.

[root@centos6 ~]# vi /tftpboot/pxelinux.cfg/default

Fügen Sie hier die folgenden Abschnitte ein damit Sie die Ubuntu 16.04.2 Live-Systeme via PXE booten können.

label ubuntu16.04.2_live_i386
  menu label Ubuntu 16.04.2 Live i386
  kernel /ubuntu16.04.2_live/i386/vmlinuz
  append nfsroot=192.168.10.1:/data/nfs/ubuntu16.04.2_live_i386/ netboot=nfs ro file=/cdrom/preseed/ubuntu.seed boot=casper initrd=/ubuntu16.04.2_live/i386/initrd.lz locale=de_DE bootkbd=de console-setup/layoutcode=de --

label ubuntu16.04.2_live_amd64
  menu label Ubuntu 16.04.2 Live amd64
  kernel /ubuntu16.04.2_live/amd64/vmlinuz.efi
  append nfsroot=192.168.10.1:/data/nfs/ubuntu16.04.2_live_amd64/ netboot=nfs ro file=/cdrom/preseed/ubuntu.seed boot=casper initrd=/ubuntu16.04.2_live/amd64/initrd.lz locale=de_DE bootkbd=de console-setup/layoutcode=de --

Nachdem Sie alle Änderungen durchgeführt haben, können Sie die Ubuntu 16.04.2 Live-Systeme vom PXE-Server booten.


Dieser Eintrag wurde am 18.02.2017 erstellt.

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