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openSUSE 10.2: VMware Server


1. Einleitung

Der VMware Server ist wie auch der VMware Player kostenlos auf der Internetseite von VMware erhältlich. Im Gegensatz zum VMware Player wird der VMware Server für den Betrieb von virtuellen Servern eingesetzt.

Im folgenden Tutorial möchte ich Ihnen zeigen wie Sie den VMware Server unter openSUSE 10.1 installieren und ein bestehendes VMware Image im Hintergrund laufen lassen können.

2. Vorbereitungen

Bevor Sie mit der Installation des VMware Servers beginnen können, müssen Sie überprüfen ob die Pakete make, gcc-c++ und kernel-source installiert sind. Dazu können Sie das Software Management unter YaST2 verwenden.

Nachdem Sie die Abhängigkeiten überprüft haben, müssen Sie sich das RPM-Paket des VMware Servers (http://www.vmware.com/download/server/) und einen Installationspatch (http://platan.vc.cvut.cz/ftp/pub/vmware/vmware-any-any-update105.tar.gz) downloaden. In diesem Tutorial wird die VMware Server Version 1.0.1 verwendet. Wenn Sie sich den VMware Server herunterladen, sollten Sie sich gleich eine Seriennummer für die Linux-Version welche Sie für die Installation benötigen registrieren.

3. Installation des VMware Servers

Zuerst installieren Sie das RPM-Paket mit dem folgenden Befehl.

opensuse:~ # rpm -i VMware-server-1.0.1-29996.i386.rpm

Danach entpacken Sie das Update und wechseln in das Update-Verzeichnis.

opensuse:~ # tar xfvz vmware-any-any-update105.tar.gz
opensuse:~ # cd vmware-any-any-update105

In dem Update-Verzeichnis führen Sie das Skript runme.pl aus.

opensuse:~/vmware-any-any-update105 # ./runme.pl

Mit diesem Skript wird die Installationsroutine gestartet. Während der Installation müssen Sie einige Fragen zur Konfiguration beantworten. Sollten Sie keine besonderen Ansprüche an die Konfiguration des VMware Servers stellen, können Sie die Standardeinstellungen übernehmen und die Fragen einfach mit Enter bestätigen. Um die EULA und die geöffneten Netzwerk-Konfigurationsdateien zu schließen drücken Sie einfach q. Am Ende der Installation werden Sie noch aufgefordert die Seriennummer einzugeben.
Sobald die Einstellungen gespeichert und die Kernelmodule kompiliert wurden, sollten Sie folgende Ausgabe erhalten.

The configuration of VMware Server 1.0.1 build-29996 for Linux for this
running kernel completed successfully.

4. VMware Server verwenden

Die VMware Server Console können Sie entweder über den Eintrag im KDE-Menü unter System öffnen oder über die Konsole.

opensuse:~ # /usr/bin/vmware &

Mit Hilfe der VMware Server Console können Sie ein bestehendes VMware Image öffnen oder eine neue virtuelle Maschine erstellen. Des Weiteren können Sie in die aktuell laufenden virtuellen Systeme eingreifen.

Ein Vorteil gegenüber dem VMware Player ist, dass man auch ein VMware Image im Hintergrund ohne graphische Oberfläche betreiben kann. Sollten Sie bereits ein konfiguriertes virtuelles System haben welches im Hintergrund laufen soll und welches man über SSH, VNC, RDP oder über ein anderes Protokoll fern steuern kann, können Sie dieses mit dem folgenden Befehl starten.

opensuse:~ # /usr/bin/vmrun start /image.vmx

Damit Sie sehen welche VMware Image momentan ausgeführt werden, verwenden Sie die Option list.

opensuse:~ # /usr/bin/vmrun list

Um ein virtuelles System zu beenden oder neu zu starten stehen die Optionen stop und reset zur Verfügung. Bedenken Sie aber, dass dies unter Umständen zu Problemen im virtuellen System führen kann.

opensuse:~ # /usr/bin/vmrun stop /image.vmx
opensuse:~ # /usr/bin/vmrun reset /image.vmx

Wenn Sie nicht ständig warten wollen bis das virtuelle System gestartet ist, können Sie es auch mit der Option suspend einfrieren und wenn nötig mit start wieder starten.

opensuse:~ # /usr/bin/vmrun suspend /image.vmx


Dieser Eintrag wurde am 29.12.2006 erstellt und zuletzt am 10.09.2010 bearbeitet.

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