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openSUSE 10.2: DHCP


1. Einleitung

Wenn man mehrere Rechner besitzt und nicht immer die IP-Adressen eintragen will, sollte man einen DHCP-Server einrichten. Dieser vergibt dann automatisch beim Starten eines Clients eine IP-Adresse und evtl. noch weitere Netzwerkeinstellungen wie zum Beispiel Router und DNS-Server.

2. Installation und Konfiguration

Bevor Sie mit der Konfiguration des DHCP-Daemons beginnen können, installieren Sie das Paket dhcp-server mit allen benötigten Paketen. Danach editieren Sie die dhcpd.conf:

opensuse:~ # mcedit /etc/dhcpd.conf

Ich werde hier eine funktionierende dhcpd.conf vorstellen. Die Sie mit kleinen Änderungen übernehmen können.

Die folgenden Zeilen geben an wie lange eine IP-Adresse von einem Rechner behalten werden darf. Nach dieser Zeit muss der Client eine neue IP-Adresse vom DHCP-Server anfordern.

default-lease-time 600;    # 10 Minuten
max-lease-time 7200;       # 2 Stunden

Wenn Sie einen DNS-Server haben, sollten Sie hier ihre Domain eintragen.

option domain-name "home.lan";

Hier muss der DNS-Server eingetragen werden. Wenn Sie einen Internet-Router besitzen, können Sie diesen hier auch als DNS-Server eintragen.

option domain-name-servers 192.168.10.1,192.168.10.2;

Tragen Sie hier ihre Subnetmask ein. Im 192.168.10.0 Netz ist diese 255.255.255.0.

option subnet-mask 255.255.255.0;

An dieser Stelle sollten Sie die IP-Adresse ihres Internet-Routers eintragen.

option routers 192.168.10.2;
ddns-update-style none;

Geben Sie hier ihr Subnet und die dazugehörige Subnetmask für diese Gruppe an.

group {
      subnet 192.168.10.0 netmask 255.255.255.0

Hier stellen Sie die DHCP-Range ein. Wenn also ein Rechner eine IP-Adresse anfordert wird er eine Adresse zwischen 192.168.10.100 und 192.168.10.200 erhalten.

      {
      range 192.168.10.100 192.168.10.200;
      }

Wenn Sie einigen Rechnern eine feste IP vergeben wollen die über DHCP zugewiesen werden soll, müssen Sie die MAC-Adresse des Clients sowie die gewünschte IP-Adresse unter dem Hostnamen eintragen.

      host server {
        hardware ethernet 11:11:11:11:11:11;
        fixed-address 192.168.10.1;
      }
      host router {
        hardware ethernet 22:22:22:22:22:22;
        fixed-address 192.168.10.2;
      }
      host client1 {
        hardware ethernet 33:33:33:33:33:33;
        fixed-address 192.168.10.3;
      }
      }

Nachdem man die dhcpd.conf erstellt hat, sollte man einen Syntaxcheck durchführen.

opensuse:~ # rcdhcpd syntax-check

Bevor man den DHCP-Server starten kann, muss man noch angeben auf welchem Interface der DHCP-Server die IP-Adressen vergeben soll. Dazu öffnen Sie die Datei /etc/sysconfig/dhcpd.

opensuse:~ # mcedit /etc/sysconfig/dhcpd

Suchen Sie jetzt den folgenden Eintrag und tragen eth0 als Interface ein.

DHCPD_INTERFACE=""

Sollten Sie die Firewall aktiviert haben, müssen Sie noch DHCP in der Firewall freigeben. Dazu öffnen Sie yast, wechseln zu Sicherheit und Benutzer -> Firewall -> Erlaubte Dienste und tragen DHCP-Server als erlaubter Dienst ein. Jetzt können Sie den DHCP-Server starten.

opensuse:~ # rcdhcpd start

Wenn der DHCP-Server funktioniert, kann man den DHCP-Daemon im Runlevel Editor aktivieren.


Dieser Eintrag wurde am 28.12.2006 erstellt und zuletzt am 09.01.2010 bearbeitet.

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