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SuSE Linux 10.1: NFS einrichten


1. Einleitung

Wenn Sie Verzeichnisse nur für Linux-Rechner freigeben wollen, empfiehlt sich das aufsetzen eines NFS-Servers.

2. Installation und Konfiguration

Sollten Sie den NFS-Server noch nicht installiert haben, sollten sie dies jetzt nachholen. Dazu installieren Sie das Paket nfs-server. Nachdem man das nfs-server Paket installiert hat, muss man nur noch angeben welche Verzeichnisse Sie freigeben wollen. Dazu editieren Sie die Datei /etc/exports.

suse101:~ # mcedit /etc/exports

Nach der Installation steht nur ein Kommentar in dieser Datei. Um ein Verzeichnis freizugeben, müssen Sie diese folgendermaßen einrichten.

/public       *.home.lan         (rw,no_root_squash)
/home/user1   client1.home.lan   (rw)
/suse92                          (ro)

Jeder Eintrag muss in folgender Reihenfolge eingetragen werden:

Pfad zum Verzeichnis   Rechnername(n)   (Optionen)

Rechnername(n):

- Wollen Sie nur einen Rechner auf die Freigabe zugreifen lassen, tragen Sie dessen IP-Adresse oder den Rechnernamen ein.
- Sollen mehrere Rechner einer Gruppe zugreifen dürfen, können Sie die Joker "*" und "?" verwenden. Durch *.home.lan können alle
  Clients der Domain home.lan zugreifen.
- Sie können auch einen bestimmten IP-Bereich freischalten. Durch die Einstellung 192.168.10.0/255.255.255.0 können alle Clients aus
  dem Netz 192.168.10.x auf die Freigabe zugreifen.
- Wenn Sie in dieser Spalte keine Angaben machen oder ein "*" als Joker verwenden, können alle Rechner zugreifen.

Optionen:

rw              Read-Write gibt den Clients Lese- und Schreibrechte.
ro              Read-Only vergibt nur Leserechte.
root_squash     Der Benutzer root hat nur die Rechte des Benutzers nobody.
no_root_squash  Der Benutzer root kann mit seinen vollen Rechten zugreifen.
all_squash      Alle Zugriffe werden mit den Rechten des Benutzers nobody ausgeführt.
noaccess        Verbietet den Zugriff auf Unterverzeichnisse.

Wenn Sie die Verzeichnisse eingetragen haben, muss man unter Umständen noch NFS in der Firewall freigeben. Dazu öffnen Sie yast, wechseln zu Sicherheit und Benutzer -> Firewall -> Erlaubte Dienste und tragen NFS-Server als erlaubter Dienst ein. Danach starten Sie den NFS-Server.

suse101:~ # rcnfsserver start

3. NFS verwenden

Um festzustellen ob Ihr NFS-Server funktioniert führen Sie auf einem Linux-Client folgenden Befehl aus.

suse101:~ # mount -t nfs server.home.lan:/public /mnt

Sollten Sie keinen DNS-Server betreiben oder dieser Befehl schlägt fehl, können Sie auch diesen verwenden.

suse101:~ # mount -t nfs 192.168.10.1:/public /mnt

Damit auch beim Booten des Servers der NFS-Server startet, aktivieren Sie diesen im Runlevel Editor.


Dieser Eintrag wurde am 23.05.2006 erstellt und zuletzt am 03.11.2012 bearbeitet.

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