Good to Know Database

CentOS 6: Firefox Sync Server mit FSyncMS 0.12 einrichten


In der folgenden Anleitung wird beschrieben, wie Sie unter CentOS 6 einen Firefox Sync Server mit FSyncMS 0.12 einrichten können. Mit Hilfe von Firefox Sync können Sie die Lesezeichen, Passwörter, Einstellungen, Chronik und die genutzten Add-Ons von Firefox zwischen verschiedenen Systemen synchronisieren.

Vorbereitungen

Für die folgende Anleitung wird vorausgesetzt, dass Sie bereits Apache mit PHP-Unterstützung als Webserver (siehe CentOS 6: Apache 2, PHP und Webalizer) eingerichtet und diesen zusätzlich um die SSL-Funktionalität (siehe CentOS 6: HTTPS mit Apache 2 und OpenSSL) erweitert haben.

Bevor Sie mit der Installation des eigentlichen Firefox Sync Servers beginnen können, sollten Sie noch die folgenden Pakete installieren.

[root@centos6 ~]# yum install sqlite php-pdo

FSyncMS installieren und konfigurieren

Laden Sie sich jetzt von der Webseite http://www.ohnekontur.de die aktuelle Version von FSyncMS herunter. Im Moment ist dies die Version 0.12.

[root@centos6 ~]# wget https://www.dataharbour.de/FSyncMS.tar.gz

Entpacken Sie die heruntergeladene FSyncMS.tar.gz und verschieben das extrahierte Verzeichnis nach /var/www/fsync.

[root@centos6 ~]# tar xfz FSyncMS.tar.gz
[root@centos6 ~]# mv FSyncMS /var/www/fsync

Ändern Sie jetzt den Eigentümer und die Zugriffsrechte des Verzeichnisses.

[root@centos6 ~]# chown -R apache:apache /var/www/fsync/
[root@centos6 ~]# chmod 0700 /var/www/fsync/

Wenn Sie sich den Inhalt des Verzeichnisses /var/www/fsync auflisten lassen, sollten Sie die folgenden Dateien angezeigt bekommen.

[root@centos6 ~]# ls -la /var/www/fsync/
insgesamt 96
drwx------  2 apache apache  4096 20. Okt 14:56 .
drwxr-xr-x 12 root   root    4096 19. Jan 13:14 ..
-rw-r--r--  1 apache apache 10236 20. Okt 14:29 index.php
-rw-r--r--  1 apache apache  1811 20. Okt 14:54 README.md
-rw-r--r--  1 apache apache 11980 20. Okt 14:16 setup.php
-rw-r--r--  1 apache apache 10638 20. Okt 14:38 user.php
-rw-r--r--  1 apache apache  4073 20. Okt 14:16 WBOJsonOutput.php
-rw-r--r--  1 apache apache  6954 20. Okt 14:16 weave_basic_object.php
-rw-r--r--  1 apache apache 24150 20. Okt 14:25 weave_storage.php
-rw-r--r--  1 apache apache  9721 20. Okt 14:36 weave_utils.php

Erstellen Sie anschließend die Apache Konfigurationsdatei /etc/httpd/conf.d/fsync.conf mit einem Editor.

[root@centos6 ~]# vi /etc/httpd/conf.d/fsync.conf

Fügen Sie hier die folgenden Zeilen ein. Dadurch wird ein Alias auf das FSyncMS Verzeichnis erstellt, damit dieses über den Apache Webserver erreichbar ist.

#
# This configuration file maps the FSync Minimal Server directory into the URL space.
#
Alias /fsync /var/www/fsync/index.php

Damit Apache die neue Konfiguration verwendet, müssen Sie diese neu einlesen.

[root@centos6 ~]# service httpd reload

Öffnen Sie jetzt einen Internet Browser und öffnen die folgende Webseite. Ändern Sie dabei die Adresse Ihres Servers entprechend ab.

https://server.home.lan/fsync/

Sobald Sie die Seite aufgerufen haben, können Sie zwischen einer MySQL- und einer SQLite-Datenbank wählen. In diesem Beispiel wird SQLite ausgewählt und anschließend mit einem Klick auf OK bestätigt.

Nachdem Sie über die Webseite die FSyncMS Konfigurationsdatei settings.php erstellt haben, sollten Sie die setup.php löschen.

[root@centos6 ~]# rm -f /var/www/fsync/setup.php

Damit Sie sicherstellen können, dass die erstellte FSyncMS Konfigurationsdatei korrekt ist, sollten Sie diese mit einem Editor öffnen.

[root@centos6 ~]# vi /var/www/fsync/settings.php

Die in diesem Fall erstellte Konfigurationsdatei enthält die folgenden Zeilen.

<?php

    // you can disable registration to the firefox sync server here,
    // by setting ENABLE_REGISTER to false
    //
    define("ENABLE_REGISTER", true);

    // firefox sync server url, this should end with a /
    // e.g. https://YourDomain.de/Folder_und_ggf_/index.php/
    //
    define("FSYNCMS_ROOT", "https://server.home.lan//index.php/");

    // Database connection credentials
    //
    define("MYSQL_ENABLE", false);
    define("MYSQL_HOST", "localhost");
    define("MYSQL_DB", "fsync");
    define("MYSQL_USER", "fsyncUserName");
    define("MYSQL_PASSWORD", "fsyncUserPassword");

?>

Überprüfen Sie zuerst ob die Option ENABLE_REGISTER aktiviert ist. Sollte dies nicht der Fall sein, können Sie keinen Account erstellen und somit Ihren Firefox Browser nicht synchronisieren.

    define("ENABLE_REGISTER", true);

Über die Option FSYNCMS_ROOT wird die vollständige URL zu FSyncMS angeben, über welche Firefox später darauf zugreifen wird. Aus Sicherheitsgründen sollte hier eine mit SSL abgesicherte Verbindung (also https) bevorzugt werden.

Wie Sie im Vergleich zur automatisch erstellten Konfiguration erkennen können, ist der Pfad nicht vollständig wodurch es zu Problemen beim Einrichten des Synchronisations-Servers kommen wird. Ändern Sie diesen wenn nötig auch in Ihrer Konfiguratiosndatei ab.

    define("FSYNCMS_ROOT", "https://server.home.lan/fsync/");

Nachdem Sie die Änderungen an der FSyncMS Konfigurationsdatei abgespeichert haben, müssen Sie nur noch Ihren Firefox entsprechend konfigurieren.

Firefox Sync einrichten

Starten Sie Ihren Firefox Browser (in diesem Fall Version 18.0.1) und wählen im Menü Extras den Menüpunkt Sync einrichten... aus. Klicken Sie im folgenden Fenster auf Neues Benutzerkonto anlegen. Geben Sie jetzt auf der nächsten Seite eine E-Mail-Adresse als Benutzernamen und ein Passwort für den Firefox Sync Server an. In das Feld Server geben Sie die URL ein, welche Sie in der FSyncMS Konfigurationsdatei bei der Option FSYNCMS_ROOT angegeben haben. Bestätigen Sie anschließend die Angaben indem Sie auf Weiter klicken. Wenn alle Einstellungen korrekt sind, wird Firefox jetzt zum ersten Mal seine Einstellungen an den Firefox Sync Server übertragen.


Dieser Eintrag wurde am 19.01.2013 erstellt und zuletzt am 24.01.2016 bearbeitet.

Direkter Link zu dieser Seite: http://www.gtkdb.de/index_33_2075.html

[ Zur Startseite ]   [ Zur Kategorie ]


Valid XHTML 1.0 Transitional Valid CSS Valid Atom 1.0

© 2004-2018 by Georg Kainzbauer